Dass jemand für mich eine Arbeit erledigt, ist eine angenehme Vorstellung. Für gewöhnlich ist diese Geste nett gemeint, hilfsbereit und ein Zeichen von Wertschätzung.

Dass aber jemand gezwungen wird, für mich etwas zu tun, ist mir nicht nur unangenehm, vielmehr widerwärtig und ich lehne das ab. Real arbeiten aber circa 40 Menschen gegen ihren Willen für mich; und das, weil ich den Wohlstand des modernen Westeuropäers genießen möchte und darf: ich besitze ein Handy, einen PC, ein IPad, diverse Elektronikartikel, konsumiere viel Kaffee, exotische Früchte und Gewürze und nutze Kosmetik. Ich möchte immer schick gekleidet sein und brauche oft neue Schuhe… Bislang war mir nicht bewusst, dass das für andere Menschen Bedeutung haben kann. Ich dachte, das sei mein persönlicher Lifestyle, der nur mich angeht. Nun weiß ich es besser: auf der Seite slaveryfootprint.org kann jeder individuell die Anzahl der von ihm persönlich beschäftigten Sklaven ermitteln. Testet auch Ihr es! ✏️

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